Soll Ihr Kind zusätzlich zu den Hausaufgaben üben? Wenn ja, machen Sie ihm klar, warum zusätzliches Üben für eine bestimmte Zeit notwendig ist (Aufholen von Stoff, Festigen einer Fertigkeit). Was wird geübt? Dabei auf Wichtiges beschränken, zum Beispiel lautes Lesen oder das Einmaleins.

Üben Sie nicht stundenlang mit Ihrem Kind, das demotiviert!

Üben Sie mit Ihrem Kind zu einem vereinbarten Termin, den Sie im Stundenplan für zu Hause eintragen. So weiß das Kind, dass es üben muss, wie lange es üben muss und wann. Das gibt Sicherheit und erübrigt Diskussionen. Handeln Sie mit Ihrem Kind die Abmachung aus und halten Sie sich daran. Seien Sie ein verlässlicher Partner! Täglich 10–20 Minuten üben bringt mehr als 1-mal zwei Stunden lang.


Stellen Sie zu Beginn der Hausaufgaben fest, ob Ihr Kind die Hausaufgabe versteht. Das spart Zeit und das Kind wird nicht zusätzlich entmutigt. Wenn es die Aufgabe nicht versteht, so fragen Sie es nach dem Grund. Lassen Sie sich vom Kind die Aufgabe erklären. Meist versteht das Kind dann die Aufgabe, weil es sie erklären konnte.
Wenn das Kind gar nicht weiter weiß, so geben Sie Hilfestellungen in Form von Fragen, zum Beispiel: Was kommt in der Matheaufgabe vor? Was ist gesucht? Wie hast du ähnliche Aufgaben in der Schule gelöst?

Sagen Sie Ihrem Kind, dass es jederzeit fragen darf, wenn es Schwierigkeiten mit einer Aufgabe hat. Lassen Sie allerdings nur Fragen zu, wenn das Kind vorher selbstständig nachgedacht und überlegt hat. Wenn Sie ruhig daneben sitzen oder in der Nähe sind, kommt das Kind meist allein auf die Lösung, weil es sich entspannt und weil es weiß, dass es Hilfe holen könnte, wenn es sie wirklich bräuchte. Wenn Ihr Kind blockiert ist, weil es der Meinung ist, die Aufgabe sei zu schwierig, ermuntern Sie es, ausnahmsweise mit den einfacheren Aufgaben zu beginnen, damit es sich entspannen kann.
Wenn Ihr Kind viel zu lange an den Hausaufgaben sitzt und absolut zu keinem Ergebnis kommt, brechen Sie ab und geben Sie ihm eine Information an die Lehrkraft mit.